Stimulation des Nervus tibialis (PTNS) und ihre urologische Anwendung
Stimulation des Nervus tibialis (PTNS) und ihre urologische Anwendung
Die Stimulation des Nervus tibialis ist auch als posteriore tibiale Nervenstimulation (PTNS) oder perkutane tibiale Nervenstimulation bekannt. Es handelt sich um eine minimalinvasive Neuromodulationstechnik, die zur Behandlung von Harninkontinenz und Harnverhalt (Harnretention) eingesetzt wird.
Was ist PTNS und wie funktioniert es?
Anwendungsbereiche von PTNS
PTNS-App
Wirksamkeit und Vorteile von PTNS
✅ Ist nicht-invasiv (erfordert keinen chirurgischen Eingriff).
✅ Kann bei Patienten wirksam sein, die auf medikamentöse Behandlungen nicht ansprechen.
✅ Es treten nur wenige Nebenwirkungen auf (es kann zu leichten Hautirritationen oder leichtem Muskelzucken kommen).
✅ Es kann langfristig eine Symptomkontrolle gewährleisten (bei einigen Patienten eine Verringerung der Häufigkeit von Harnverlust um 50–80 %).
Nebenwirkungen und Kontraindikationen
⚠ Bei Patienten, die Blutverdünner einnehmen, ist Vorsicht geboten.
⚠ Bei Patienten mit Herzschrittmacher wird von der Anwendung abgeraten.
⚠ Darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Ist die PTNS-Behandlungsmethode invasiv? Gibt es Nebenwirkungen?
Ergebnisse und Empfehlungen
✔ Bei Patienten mit einer überaktiven Blase, Harninkontinenz oder Harnverhalt ist die PTNS eine wirksame Behandlungsoption mit geringem Nebenwirkungsprofil.
✔ Bei Patienten, die nicht auf eine medikamentöse Behandlung ansprechen, kann eine PTNS in Betracht gezogen werden.
✔ Bei Patienten mit neurogener Blase und interstitieller Zystitis kann sie zur Symptomkontrolle beitragen.
PTNS ist bei richtiger Indikation eine wirksame Methode zur Verbesserung der Blasenfunktionen. Sie ist jedoch möglicherweise nicht für alle Patienten geeignet und sollte im Einzelfall unter Berücksichtigung anderer Behandlungsoptionen geprüft werden.