Nierenkrebs
- Was ist ein Nierentumor?
- Wie häufig tritt Nierenkrebs auf?
- Was sind die Risikofaktoren für Nierenkrebs?
- Was sind die Symptome von Nierenkrebs?
- Wie wird Nierenkrebs diagnostiziert?
- Wie wird welches Stadium behandelt?
- Welche chirurgischen Verfahren gibt es bei Nierentumoren?
- Wie wird eine metastasierende Erkrankung behandelt?
- Kann bei Nierentumoren nur der Krebs entfernt und meine Niere erhalten werden?
- Partielle Nephrektomie (Nierenerhaltende Chirurgie)
- Ergebnis und Zusammenfassung
Was ist ein Nierentumor?
Nierentumoren können aus dem funktionellen Gewebe der Niere (Nierenparenchym) oder aus dem Sammelsystem (Urothel) entstehen. Die meisten davon sind bösartig (maligne), wachsen in der Regel symptomfrei und werden zufällig entdeckt. Die häufigste Form von Nierenkrebs ist das Nierenzellkarzinom (RCC), das etwa 85–90 % aller Nierentumoren ausmacht.
Nierenkrebs wird insbesondere in den letzten Jahren dank der zunehmenden Verbreitung fortschrittlicher Bildgebungsverfahren häufiger bereits im Frühstadium erkannt. Dadurch haben sich die Behandlungsmöglichkeiten erweitert, und minimalinvasive Operationstechniken haben an Bedeutung gewonnen.

Wie häufig tritt Nierenkrebs auf?
Häufigkeit des Auftretens
- Bei Erwachsenen macht diese Krebsart 3 % aller Krebserkrankungen aus.
- Es tritt in der Regel im Alter zwischen 50 und 70 Jahren auf.
- Bei Männern wird die Erkrankung etwa doppelt so häufig diagnostiziert wie bei Frauen.
• In den letzten Jahren ist die Erkennungsrate von Nierenkrebs im Frühstadium gestiegen, insbesondere durch den weit verbreiteten Einsatz von CT- und MRT-Bildgebungsverfahren.
Was sind die Risikofaktoren für Nierenkrebs?
Bei der Entstehung von Nierenkrebs spielen Umwelt-, genetische und Lebensstilfaktoren eine Rolle.
A) Umwelt- und Lebensstil-Risikofaktoren
- Rauchen → Verdoppelt das Risiko für Nierenkrebs.
- Adipositas → ist ein wichtiger Risikofaktor, der insbesondere bei Frauen das Risiko für ein Nierenzellkarzinom (RCC) erhöht.
- Bluthochdruck → ist ein unabhängiger Risikofaktor für die Entstehung von Krebs.
- Dialysepatienten → Bei Patienten, die sich einer Langzeitdialyse unterziehen, besteht ein erhöhtes Risiko, an einem mit einer zystischen Nierenerkrankung assoziierten Nierenzellkarzinom (RCC) zu erkranken.
- Chemische Belastung durch Umweltfaktoren → Eine langfristige Exposition gegenüber Chemikalien wie Cadmium und Trichlorethylen erhöht das Risiko für Nierenkrebs.
B) Genetische und erbliche Risikofaktoren
Bestimmte erbliche Syndrome können das Risiko für Nierenkrebs erhöhen:
- Von-Hippel-Lindau-Syndrom (VHL) → Tumoren, die infolge einer Mutation des VHL-Gens entstehen (erhöhtes Risiko für bilaterales Nierenzellkarzinom).
- Das hereditäre papilläre Nierenzellkarzinom-Syndrom → ist auf eine Mutation des MET-Protoonkogens zurückzuführen.
- Das Birt-Hogg-Dubé-Syndrom → steht im Zusammenhang mit Renalkosytomen und hybriden RCC-Tumoren.
Was sind die Symptome von Nierenkrebs?
📌 Nierentumoren im Frühstadium verursachen in der Regel keine Symptome und werden meist zufällig entdeckt.
2.1. Klinische Symptome
Die klassische Trias der Nierentumoren (Hämaturie, Flankenschmerzen, tastbare Masse) tritt nur bei weniger als 10 % der Patienten auf.
- Hämaturie (Blut im Urin) → Das häufigste Symptom (40–50 %)
- Seitenschmerzen → Es können dumpfe, anhaltende oder zeitweise auftretende Schmerzen im Lendenbereich auftreten.
- Tastbarer Knoten → Bei großen Tumoren ist er tastbar.
- Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust und Fieber → Treten häufig in fortgeschrittenen Stadien auf.
- Hypertonie oder Polyzythämie → Kann aufgrund der hormonellen Auswirkungen des Tumors auftreten.
2.2. Mögliche Symptome bei einer metastasierten Erkrankung
Nierenkrebs kann häufig Metastasen in der Lunge, den Knochen, der Leber und im Gehirn bilden.
- Lungenmetastasen → Chronischer Husten, Atemnot, Hämoptyse (blutiger Auswurf).
- Knochenmetastasen → Knochenschmerzen, pathologische Frakturen.
- Lebermetastasen → Gelbsucht, erhöhte Leberenzymwerte.
Wie wird Nierenkrebs diagnostiziert?
3.1. Bildgebungsverfahren
- Ultraschalluntersuchung (USG) → Bildgebungsverfahren der ersten Wahl.
- Computertomographie (CT)-Urographie → Dies ist die Goldstandard-Diagnosemethode.
- Magnetresonanztomographie (MRT) → Bei Patienten mit Niereninsuffizienz wird die Untersuchung ohne Kontrastmittel bevorzugt.
- PET-CT → Wird zur Abklärung einer metastasierten Erkrankung eingesetzt.
3.2. Laboruntersuchungen
- Vollständiges Blutbild (Hämogramm) → Es wird auf Anämie oder Polyzythämie untersucht.
- Nierenfunktionstests (Kreatinin, GFR)
- Alkalische Phosphatase (ALP) und Kalzium → werden im Hinblick auf Knochenmetastasen ausgewertet.
Nierenkrebs im Frühstadium (lokalisiert)ni (T1–T2) Wie behandeln wir ihn?
- Chirurgische Behandlung (Nephrektomie oder partielle Nephrektomie)
- T1a (<4 cm) tümörlerde böbrek koruyucu cerrahi (parsiyelnefrektomi) tercih edilir.
Lokal fortgeschritten (T3-T4) und metastasierte Erkrankungbehandeln?
- Chirurgie + systemische Therapie (Immuntherapie und zielgerichtete Therapien)

Welche chirurgischen Verfahren gibt es bei Nierentumoren?
5.1. Radikale Nephrektomie (vollständige Entfernung der Niere)
- Wird bei Tumoren des Stadiums T2 und höher (>7 cm) angewendet.
- Minimalinvasive Chirurgie (robotergestützt oder laparoskopisch) wird bevorzugt.
5.2. Partielle Nephrektomie (nierenerhaltende Chirurgie)
- T1a (<4 cm) tümörlerde altın standarttır.
Wie wird eine metastasierende Erkrankung behandelt?
Je nach Allgemeinzustand des Patienten, seinen Blutwerten und dem Ausmaß der Metastasen wird entschieden, ob eine chirurgische oder eine medikamentöse Behandlung durchgeführt wird.
- Zielgerichtete Therapien (Tyrosinkinase-Hemmer – TKI)
- Immuntherapie (Checkpoint-Inhibitoren)
Kann bei Nierentumoren nur der Krebs entfernt und meine Niere erhalten werden?
Ja, bei Nierentumoren ist es möglich, nur das krebsbefallene Gewebe zu entfernen und das gesunde Nierengewebe zu erhalten. Dieser Eingriff wird als partielle Nephrektomie (nierenerhaltende Operation) bezeichnet und ist insbesondere bei kleinen und mittelgroßen Nierentumoren (Stadien T1a–T1b) die bevorzugte Methode.

In welchen Fällen kanneinepartielleNephrektomie(nierenschonende Operation) durchgeführt werden?
Eine partielle Nephrektomie kann bei Patienten durchgeführt werden, die bestimmte Kriterien erfüllen:
✅ T1a Evresi (Tümör <4 cm) → Altın standart tedavi
✅ Stadium T1b (Tumoren zwischen 4 und 7 cm) → Wird bei geeigneten Patienten bevorzugt
✅ Patienten mit nur einer Niere → Eine radikale Nephrektomie kann zu Nierenversagen führen
✅ Beidseitige (bilaterale) Nierentumoren → Um beide Nieren zu erhalten
✅ Patienten mit chronischer Nierenerkrankung oder geringer Nierenfunktionsreserve
✅ Der Tumor befindet sich nicht zentral, sondern peripher in der Niere → Dies ist wichtig, um sicherzustellen, dass nach der Operation ausreichend funktionelles Gewebe erhalten bleibt
Teilladung Nephrektomie Mit welcher Operationsmethode kann sie durchgeführt werden?
Chirurgisch lässt sich das Verfahren auf drei verschiedene Arten durchführen:
🔹 Offene partielle Nephrektomie:
- Sie wird bei großen Tumoren oder solchen mit schwieriger Lokalisierung bevorzugt eingesetzt.
- Dies erfordert einen größeren chirurgischen Schnitt.
🔹 Laparoskopische partielle Nephrektomie:
- Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv über kleine Schnitte.
- Es sorgt für weniger Schmerzen und eine schnellere Genesung.
🔹 Roboterassistierte partielle Nephrektomie:
- Der Eingriff wird mithilfe des robotergestützten Da-Vinci-Chirurgiesystems durchgeführt.
- Es sorgt für höchste chirurgische Präzision und eine bessere Darstellung.
- Es sorgt für weniger Blutungen und einen kürzeren Krankenhausaufenthalt.
📌 Die robotergestützte partielle Nephrektomie bietet insbesondere dann große Vorteile, wenn sich der Tumor an schwer lokalisierbaren Stellen der Niere befindet.
Teilladung Was sind die Vorteile?
- Erhaltung der Nierenfunktion → Dies ist für Patienten mit nur einer Niere oder mit einer chronischen Nierenerkrankung von entscheidender Bedeutung.
- Bei kleinen Tumoren wird die gleiche onkologische Erfolgsrate erzielt → Im Vergleich zur radikalen Nephrektomie gibt es bei kleinen Tumoren (T1a) keinen Unterschied hinsichtlich der Langzeitüberlebensrate.
- Das Metastasierungsrisiko bleibt unverändert → Bei kleinen Tumoren ist das Metastasierungsrisiko bei einer partiellen Nephrektomie ähnlich hoch wie bei einer radikalen Nephrektomie.
- Schnellerer Genesungsprozess dank minimalinvasiver Chirurgie → Durch die Nutzung der Vorteile der robotergestützten oder laparoskopischen Chirurgie werden ein kürzerer Krankenhausaufenthalt und eine schnelle Genesung ermöglicht.
Teilladung In welchen Fällen ist eine Nephrektomie nicht geeignet?
- Große Tumoren (>7 cm, T2 und höher) → Eine radikale Nephrektomie könnte besser geeignet sein.
- Eine Umhüllung der Nierengefäße durch den Tumor oder eine Ausbreitung in den Nierensinus → Dies kann hinsichtlich der onkologischen Prognose ein Risiko darstellen.
- Befindet sich der Tumor im zentralen Bereich der Niere und sehr nahe am Hilus → kann eine partielle Nephrektomie technisch schwierig sein.
- Multifokale Tumoren (Patienten mit mehreren Tumorherden) → Es ist unter Umständen nicht möglich, den funktionellen Teil der Niere ausreichend zu erhalten.
Ergebnis und Zusammenfassung
- Nierenkrebs verursacht in der Regel keine Symptome, und bei den meisten Patienten wird die Diagnose zufällig gestellt.
- Minimalinvasive Verfahren (robotergestützte/laparoskopische) setzen sich zunehmend durch.
- In den Stadien T3 und T4 sind zusätzlich zur Operation eine Immuntherapie und zielgerichtete Therapien erforderlich.