Hodentorsion
Wie entsteht eine Hodentorsion?
Eine Hodenverdrehung kann sowohl durch einen Schlag verursacht werden als auch spontan auftreten. Durch die Verdrehung kommt es zu einem Unterbruch der Durchblutung der Hoden. In diesem Fall wird das Gewebe nicht mehr versorgt.
Wird eine Hodentorsion innerhalb der ersten 6 Stunden diagnostiziert und behoben, lässt sich das Problem lösen, ohne dass es zu Komplikationen kommt. Je länger der Prozess jedoch andauert, desto mehr nimmt die Funktionsfähigkeit des Gewebes ab, und es kommt zu einer Gewebenekrose. In einem solchen Fall muss sofort ein chirurgischer Eingriff erfolgen.
Was sind die Symptome einer Hodenverdrehung?
Schmerzen, Verhärtungen und Schwellungen im Hoden, die plötzlich auftreten, gehören zu den Symptomen einer Hodentorsion. Auch wenn diese Symptome mit denen einer Hodentzündung, der sogenannten Epididymitis, verwechselt werden können, wird bei einem Arztbesuch die richtige Diagnose gestellt. Daher sollte eine Person mit solchen Beschwerden direkt an einen Urologen überwiesen werden.
Die Symptome können sich auch im Schlaf zeigen. Man sollte nicht sagen: „Warten wir bis zum Morgen, vielleicht geht es dann von selbst vorbei.“ Denn wie wir bereits zu Beginn unseres Artikels erwähnt haben, ist der Zeitraum von 6 Stunden sehr wichtig. Eine Verlängerung dieses Zeitraums verringert die Lebensfähigkeit des Hodengewebes. Wenn wir zu spät handeln, obwohl das Gewebe noch gerettet werden könnte, müssen wir das Hodengewebe entfernen.
Wie wird die Diagnose „Hodenverdrehung“ gestellt?
Bei der Diagnose kommt der körperlichen Untersuchung eine sehr große Bedeutung zu. Im Frühstadium kann der Hodenseilreflex auf der Seite, auf der die Torsion vorliegt, ausfallen. Es können eine leichte Hautrötung, eine plötzliche Flüssigkeitsansammlung zwischen den Hodenhäuten und eine Verdunkelung der Hautfarbe im Hodensack beobachtet werden. Insbesondere wenn der betroffene Hoden mit der Hand nach oben angehoben und an den Körper herangeführt wird, ist eine Zunahme der Schmerzintensität ein Befund, der für eine Hodentorsion spricht.Bei Patienten, die zu spät in die Behandlung kommen, kann der Schmerz nachlassen, da das Hodengewebe bereits abgestorben ist.
Neben der körperlichen Untersuchung kann die Durchblutung des Hodens mittels Farbdoppler-Ultraschall oder Szintigraphie untersucht werden. Eine verminderte oder fehlende Durchblutung bei diesen Untersuchungen lässt auf eine Hodentorsion schließen.
Eine Hodentorsion kann mit anderen Erkrankungen verwechselt werden, die Schmerzen im Hodensack verursachen (wie Entzündungen, Flüssigkeitsansammlungen, Hernien, Varikozelen, Krebs oder Traumata).
Behandlung einer Hodenverdrehung (Operation bei Hodenverdrehung)
Bei der Behandlung einer Hodentorsion ist es äußerst wichtig, nicht zu lange zu warten, um das Hodengewebe zu retten. Die Verdrehung des Hodens führt zu einem Unterbruch der Blutversorgung, wodurch das Hodengewebe abstirbt. Wenn innerhalb der ersten sechs Stunden eingegriffen wird, ist es möglich, das Gewebe zu retten.
Bei einer Person mit einer Hodentorsion muss unverzüglich eine Untersuchung durchgeführt und die Diagnose gestellt werden; anschließend muss sie schnellstmöglich operiert werden. Nachdem der Hoden wieder in seine ursprüngliche Position gebracht wurde, wird eine Rekonstruktion vorgenommen, sofern das Gewebe noch wiederherstellbar ist. Hat das Hodengewebe seine Eigenschaften verloren, wird es vollständig entfernt, da es sonst keine Funktion mehr erfüllt und zudem den anderen Hoden beeinträchtigen und die dortige Spermienproduktion behindern könnte.
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