HoLEP

Benigne Prostatahyperplasie (BPH)

BPH ist eine Erkrankung, bei der die Prostata, die sich mit zunehmendem Alter vergrößert, den Blasenausgang blockiert und den Harnfluss behindert. Die Symptome treten mit zunehmendem Alter häufiger auf und werden immer lästiger.

Eine chirurgische Behandlung ist erforderlich, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen vorliegt. Das Ziel der Operation ist es, das Gewebe zu entfernen, das die Harnwege blockiert.

  • Anhaltende Symptome trotz Medikamenteneinnahme

  • Vorhandensein von Blasensteinen

  • Anhaltende Blutungen aufgrund einer Prostatenerkrankung

  • Entstehung eines Nierenversagens aufgrund einer Prostatavergrößerung

  • Wiederkehrende Unfähigkeit, Wasser zu lassen, die eine Katheterisierung erforderlich macht

  • Wiederkehrende Harnwegsinfektionen

 

Welche chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einer gutartigen Prostatahyperplasie (BPH)?

Bei der operativen Behandlung einer Prostatavergrößerung wird der Teil der Prostata entfernt, der gewachsen ist und die Harnwege blockiert. Für diesen Eingriff stehen mehrere Methoden zur Verfügung. Im Zuge des technologischen Fortschritts wurden viele verschiedene Techniken entwickelt. Entscheidend ist, für jeden Patienten die Methode zu ermitteln, die das beste Ergebnis liefert.

  • TURP – Transurethrale Resektion der Prostata

  • Plasmakinetic – Transurethrale bipolare Enukleation

  • HoLEP – Holmium-Laser-Enukleation der Prostata

  • ThuLEP – Thulium-Laser-Enukleation der Prostata

  • Greenlight – Laserverdampfung der Prostata

  • Wasserdampftherapie (Dampftherapie)

  • Offene Operation

Was ist HoLEP (Laser-Prostatachirurgie)?

HoLEP ist eine minimalinvasive (geschlossene) Operationstechnik zur Behandlung der Prostata. Dabei wird mithilfe eines Lasers das vergrößerte innere Gewebe der Prostata (Adenom) von ihrer Kapsel abgetrennt und entfernt.

Warum die HoLEP-Methode?

Gemäß den Europäischen Urologie-Leitlinien von 2023 ist die HoLEP-Methode besser etabliert, verfügt über die höchste Evidenzstufe und wird im Vergleich zu anderen Laserverfahren wie ThuLEP oder KTP nachdrücklich empfohlen.

Dank seiner hervorragenden Ergebnisse erfreut sich HoLEP heute immer größerer Beliebtheit und wird zunehmend angewendet; es gilt als die Standardbehandlung des 21. Jahrhunderts.

Wie wird eine Prostataoperation mit HoLEP durchgeführt?

Die HoLEP-Prostatoperation kann unter Spinalanästhesie (Betäubung von der Taille abwärts) durchgeführt werden. Bei diesem Verfahren wird das vergrößerte Prostatagewebe über die natürlichen Harnwege erreicht und von seiner Kapsel gelöst. Das in die Blase gedrückte Gewebe wird anschließend mit einem speziellen Instrument in kleine Stücke zerkleinert und entfernt. Während der gesamten Operation kommen ein spezielles Lasergerät und eine Lasersonde zum Einsatz.

 
 

Was sind die Vorteile der HoLEP-Methode?

  • Es besteht kein Risiko eines erneuten Wachstums des Prostatagewebes (Rezidiv)

  • Für Patienten, die Blutverdünner einnehmen, unbedenklich

  • Geringes Blutungsrisiko

  • Kein Brennen (Dysurie) beim Wasserlassen

  • Keine zu erwartende erektile Dysfunktion

  • Die Katheter werden innerhalb kürzester Zeit entfernt.

  • Für die Pathologie können Gewebeproben entnommen werden

  • Kurzer Krankenhausaufenthalt

Welche Risiken birgt die HoLEP-Methode?

Die mit einer HoLEP-Operation verbundenen Risiken treten zwar recht selten auf, können jedoch Folgendes umfassen:

  • Blutung

  • Infektion

  • Es muss auf eine offene Operation umgestellt werden

  • Risiken im Zusammenhang mit der Anästhesie

Beeinflusst die HoLEP-Methode die Sexualfunktion?

Um die Prostatakapsel herum befinden sich Nerven, die für die Regulierung der Sexualfunktion zuständig sind. Da die Wirkung des Holmium-Lasers auf das Gewebe auf nur 0,4 mm begrenzt ist, werden die tiefer liegenden gesunden Gewebeschichten durch den Eingriff nicht beeinträchtigt. Daher ist nach einer HoLEP-Prostataoperation nicht mit einer erektilen Dysfunktion zu rechnen.

Ist nach einer HoLEP-Operation eine Harninkontinenz möglich?

Da bei der HoLEP-Operation die Schließmuskeln (die den Harnabgang kontrollieren) am besten erhalten bleiben, tritt in der Regel keine Harninkontinenz auf.

Sollte der Schließmuskel jedoch aufgrund einer früheren Harnverhaltung oder einer sehr vergrößerten Prostata geschwächt oder träge geworden sein, kann es während der Anpassungsphase nach der vollständigen Entfernung der Prostata mittels HoLEP zu geringfügigem Harnverlust kommen.

Diese leichten Harnverlusterscheinungen bessern sich in der Regel durch Medikamente und Übungen – manchmal innerhalb weniger Tage, manchmal innerhalb von drei Monaten. In seltenen Fällen kann die Genesungszeit länger dauern.

Schlussfolgerung

Dank der Fortschritte in der Lasertechnik und der Unterstützung durch die wissenschaftliche Forschung hat sich die HoLEP-Operation zu einer wirksamen Behandlungsmethode entwickelt, die bei Prostatagrößen jeder Art sicher und mit minimalen Nebenwirkungen angewendet werden kann. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff spielen die Erfahrung des Chirurgen und des medizinischen Teams eine entscheidende Rolle für den Erfolg von HoLEP-Eingriffen.

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